sie/ihr
23 Jahre alt
studiert Verkehrssystemmanagement in Karlsruhe
Was hat dich zur Grünen Jugend gebracht?
Ich bin kurz vor der Bundestagswahl 2021 der Grünen Jugend beigetreten, weil ich damals das Gefühl hatte, dass ein echter Aufbruch möglich ist – hin zu einer klimagerechten und feministischen Zukunft, an der ich aktiv mitwirken wollte.
Was ist dein Herzensthema und wieso?
Mir liegen die Rechte von FINTA*-Personen – besonders von TINA*-Personen am Herzen. Dazu gehört für mich, dass wir endlich echte Selbstbestimmung erlangen: durch die Streichung von §218, der immer noch über Körper und Entscheidungen von gebärfähigen Menschen bestimmt, und ein klares Nein zu staatlichen Listen, die das Innenministerium über trans Personen anlegen möchte. Wir brauchen Schutz, nicht Überwachung – und eine Politik, die uns ernst nimmt, statt uns zu kontrollieren. ✊🏳️⚧️
Wenn du eine Sache auf Landesebene in BW ändern könntest, was wäre das?
Wenn ich auf Landesebene in Baden-Württemberg etwas verändern könnte, dann wäre das eine Politik, die Klimagerechtigkeit und Queerfeminismus endlich zusammen denkt. Wir brauchen sichere Räume und echte Teilhabe für FINTA* und TINA*-Personen – und gleichzeitig konsequenten Klimaschutz, der soziale Gerechtigkeit mitdenkt. Beides gehört für mich zusammen, weil beides bedeutet: Ein gutes Leben für alle – jetzt und in Zukunft.
Was war deine Lieblingsdemo im letzten Jahr?
Meine Lieblingsdemo im letzten Jahr in Baden-Württemberg war „Wir sind die Brandmauer“ am 1. Februar in Stuttgart. Es war beeindruckend zu sehen, wie viele Menschen zusammenkamen, um ein starkes Zeichen gegen rechte Gewalt und für Solidarität zu setzen. Die Energie, Entschlossenheit und Vielfalt der Teilnehmenden waren unglaublich inspirierend – für mich ein unvergesslicher Moment, der gezeigt hat, wie viel wir gemeinsam bewegen können.
Was ist dein Tipp an die, die gerade überlegen, bei der Grünen Jugend aktiv zu werden?
Traut euch einfach mal, reinzuschnuppern! Bei der Grünen Jugend findet ihr Menschen, die offen, motiviert und unterstützend sind – und die gemeinsam Ideen entwickeln, Projekte starten und Spaß daran haben, etwas zu bewegen. Ihr müsst nicht alles wissen oder perfekt sein, um mitzumachen. Viel wichtiger ist die Neugier, die Bereitschaft, euch einzubringen, und die Lust, Teil einer Gemeinschaft zu sein, in der jede Stimme zählt und gemeinsam an Lösungen gearbeitet wird.