Foto: CC Daniel Ullrich: Hörsaal | flic.kr/p/gGcZM | creativecommons.org/licenses/by-nc/2.0/

PM: Grüne Jugend unterstützt Kundgebung gegen Studiengebühren

12.01.2017

Am Freitag, den 13. Januar 2017 um 12 Uhr demonstrieren Studierende aus ganz Baden-Württemberg gegen die geplante Wiedereinführung von Studiengebühren. Die Grüne Jugend Baden-Württemberg unterstützt die Kundgebung der Landes-Asten-Konferenz auf dem Kronprinzplatz. Mit einem Redebeitrag von Landessprecherin Lena C. Schwelling wird die Grüne Jugend dort ebenfalls vertreten sein. Die Kundgebung reiht sich ein in Proteste und Demos von Studierenden in Freiburg und Heidelberg.

„Wir lehnen Studiengebühren nach wie vor grundsätzlich ab. Das umfasst auch die aktuellen Pläne von Theresia Bauer, Gebühren für Studierende aus Nicht-EU-Ländern sowie ein Zweitstudium einzuführen. 2012 ist die grün geführte Landesregierung mit Ministerin Bauer den richtigen Weg gegangen und hat die Studiengebühren abgeschafft. Diesen Erfolg nun wieder zurückzudrehen halten wir für grundfalsch. Insbesondere wenn dies der Haushaltskonsolidierung dienen soll – auf dem Rücken ausländischer Studierender, die sowieso weniger Geld zur Verfügung haben als einheimische“, so Schwelling.

Co-Sprecherin Leonie Wolf ergänzt: „Ein Studium in Baden-Württemberg ist damit nur noch wohlhabenden Nicht-EU-Bürger*innen möglich – hier werden Wunschstudierenden über finanzielle Zugangsbarrieren ausgesiebt. Das schadet nicht nur denjenigen, die sich das Studium nicht mehr werden leisten können, sondern auch den Hochschulen im Land: Die Universitäten und einheimische Studierende profitieren ebenso vom kulturellen Austausch. Gerade in Zeiten von erstarkenden rechten Bewegungen und Nationalismus ist der indirekte Ausschluss von Nicht-EU-Bürger*innen eindeutig das falsche Zeichen.“

Auch die Idee, Gebühren für ein Zweitstudium zu erheben, kritisieren Wolf und Schwelling: „Das widerspricht klar unseren Vorstellungen von freiem, gleichem Zugang zu Bildung. Damit werden diejenigen bestraft, die sich umorientieren. Betroffen sind besonders Studierende mit weniger finanziellem Rückhalt. Dadurch wird Bildungsungleichheit zementiert – und das wo Bildungserfolg hier ohnehin stark von sozialer Herkunft abhängt.“