Landesvorstand GJBW Mai 2017

GJBW wählt Vorstand und fordert mehr Einsatz für die Demokratie

17.05.2017

Die GRÜNE JUGEND Baden-Württemberg hat sich am vergangenen Wochenende zu ihrer Landesmitgliederversammlung in Aalen getroffen. Die anwesenden Mitglieder wählten den Landesvorstand und beschäftigten sich mit dem Thema Demokratie. Unter anderem drängen sie auf die Einführung eines Listenwahlrechts für Landtagswahlen in Baden-Württemberg.

Neuer Landessprecher der GRÜNEN JUGEND Baden-Württemberg ist Marcel Roth. Der 24-jährige Stuttgarter bildet nun zusammen mit Lena C. Schwelling die Doppelspitze des Verbandes. Schwelling wurde in ihrem Amt als Landessprecherin bestätigt. Neue Schatzmeisterin ist Lea Elsemüller aus Tübingen. Komplettiert wird der achtköpfige Vorstand der Junggrünen von Alina Welser, Franziska Sander, Deniz Gedik, Marc Buschlüter und Tobias B. Bacherle.

„Wir danken den Mitgliedern für ihr Vertrauen und freuen uns auf die Aufgaben, die nun vor uns liegen. Bei der Bundestagswahl steht viel auf dem Spiel: Wir kämpfen zusammen mit den Grünen für eine offene Gesellschaft und dringend nötige Veränderungen hin zu einer ökologischen und sozial gerechten Republik“, erklären Marcel Roth und Lena C. Schwelling.

Den Anfang dazu hat die GRÜNE JUGEND Baden-Württemberg mit ihrer Resolution „Upgrade Demokratie“ gemacht. Sie fordert darin die Stärkung der Demokratie in verschiedenen gesellschaftlichen Zusammenhängen. Beispielsweise soll Hassrede konsequent verfolgt und Falschmeldungen aufgeklärt werden. „Es kann nicht sein, dass Hass und Fehlinformation politische Debatten bestimmen. Hier sind Staat und Zivilgesellschaft zur Wahrung der Diskussionskultur gefordert“, so Marcel Roth. Konkret fordert die GRÜNE JUGEND Baden-Württemberg daher „Demokratieschulen“ für Personen, die durch Hassrede aufgefallen sind.

Außerdem soll Demokratiebildung in Schulen ein größerer Raum eingeräumt werden – als Leitperspektive im Bildungsplan, durch eine Stärkung des Faches Gemeinschaftskunde und durch mehr Mitbestimmungsmöglichkeiten für Schülerinnen und Schüler. „Wir müssen früh ansetzen, um Menschen für Demokratie zu begeistern – theoretisch im Unterricht und ganz praktisch, indem man ihre Stimmen ernst nimmt“, betont Schwelling.

Darüber hinaus fordert die GRÜNE JUGEND sowohl in der Resolution als auch in einem eigenen Antrag die Einführung des Listenwahlrechts bei Landtagswahlen. „Landeslisten ermöglichen es mehr gesellschaftlichen Gruppen, im Landtag repräsentiert zu werden, was dem Parlament mehr Legitimität verleihen würde. Wir fordern daher die Landesregierung und die grüne Fraktion auf, endlich die Wahlrechtsreform anzugehen – wie es ja auch im Koalitionsvertrag verabredet ist“, so Schwelling und Roth.