verletzte Demonstranten (© Marcel Roth)

PM: GJBW kritisiert Polizeieinsatz bei „Demo für alle“

29.02.2016

Die GRÜNE JUGEND Baden-Württemberg kritisiert den Einsatz der Polizei am gestrigen Sonntag bei der sogenannten ‚Demo für alle‘: „Die Polizei ist am Sonntag zu weit gegangen. Am Wilhelmsplatz wurden zahlreiche Demonstrierende durch den Einsatz von Schlagstöcken und Pfefferspray verletzt. Über 100 Menschen mussten von Demosanitäterinnen und -sanitätern versorgt werden. Mindestens 17 von ihnen mussten im Krankenhaus weiterbehandelt werden“, so Marcel Roth, Mitglied im Landesvorstand der GRÜNEN JUGEND, der sich auf Angaben der ‚Demosanitäter – Sanitätsgruppe Südwest‘ beruft. Roth machte sich am Sonntag selbst ein Bild von der Lage am Wilhelmsplatz.

„Selbst Helferinnen und Helfer, die die Polizei friedlich darum baten, den Weg für den Rettungswagen freizugeben, wurden durch Pfefferspray verletzt. Angeforderte Rettungsmittel wurden von der Polizei nicht bis zu den Patienten durch gelassen. Die Reaktion der Polizei zu diesem Zeitpunkt war unverhältnismäßig und oft ohne ersichtlichen Grund“, meint Roth.

„Wir verurteilen jegliche Form von Gewalt, dazu gehören auch die Angriffe auf Busse der sogenannten ‚Demo für alle‘. Wir fordern Innenminister Gall auf, die Ausschreitungen am Sonntag aufzuklären – insbesondere hinsichtlich der überzogenen Verhaltens der Polizeikräfte“, so Lena Christin Schwelling, Sprecherin der GRÜNEN JUGEND Baden-Württemberg.