Natur triumphiert über Wirtschaftslobby – Grüne Jugend begrüßt Nationalparkgesetz

28.11.2013

Die Grüne Jugend begrüßt das heute im Landtag beschlossene Nationalparkgesetz. „Es ist ein wichtiges Zeichen, dass nun endlich der Naturschutz über die Wirtschaftslobby triumphiert“, so Landessprecherin Eva Muszar. „Wir tragen Verantwortung für die Umwelt – dieser Verantwortung muss sich auch die Sägeindustrie stellen.“ Baden-Württemberg ist das vorletzte Flächenland, das noch nicht über einen Nationalpark verfügt. Einen sinnvollen Beitrag zum Naturschutz könne ein Nationalpark nur ab einer Fläche von um die 10000 Hektar leisten. Das vorgesehene Gebiet erreicht diese Größe.

In den letzten Monaten waren die Wogen um den Nationalpark hochgeschwappt. Neben der grün-roten Landesregierung zählen Naturschutzverbände und Tourismus zu den BefürworterInnen, die CDU-Landtagsfraktion und die Holzindustrie zu den GegnerInnen des Projekts. Ein Vorschlag der CDU-Landtagsfraktion, der eine nur halb so große Fläche aufweisen würde, ist aus naturschutzfachlicher Sicht nicht sinnvoll. „Der CDU-Vorschlag ist eine Farce und ein Feigenblatt, nicht jedoch ernst gemeinter Naturschutz“, kritisiert Landessprecher Marcel Emmerich. „Der CDU geht es nur darum, Wirtschaftsinteressen so wenig wie möglich zu stören.“

„Der Nutzen für Tiere, Pflanzen und Umwelt muss bei der Frage nach dem Nationalpark an allererster Stelle stehen“, fordert Muszar. Emmerich ergänzt abschließend: „Wir sind jedoch davon überzeugt, dass der Nationalpark sowohl in der Region Nordschwarzwald wie auch in ganz Baden-Württemberg positiv angenommen wird.“