Kohle nur zum Grillen – Bundessprecherin der Grünen Jugend auf energiepolitischer Tour in Baden-Württemberg

28.08.2014

Theresa Kalmer, Bundessprecherin der Grünen Jugend, nutzt die Sommerferien für
eine energiepolitische Deutschlandtour. Bei einer Aktion am Kohlekraftstandort
Heilbronn fordert die Grüne Jugend den Umstieg von fossilen Brennstoffen auf
erneuerbare Energien.

Die Grüne Jugend kritisiert dabei insbesondere die klima- und zukunftsfeindliche
Energiepolitik der Großen Koalition. „Der Klimawandel ist schon längst Realität.
Mitschuld daran tragen wir, weil wir immer noch in großem Ausmaß Braun- und
Steinkohle verbrennen. Diese Stromerzeugung belastet die Umwelt und trägt durch
den CO_2 -Ausstoß maßgeblich zur Erderwärmung bei. Wir müssen so schnell wie
möglich auf erneuerbare, möglichst dezentrale Energiegewinnung umsteigen“,
fordert Eva Muszar, Landessprecherin der Grünen Jugend Baden-Württemberg.

Theresa Kalmer, Bundessprecherin der Grünen Jugend, ergänzt: „Noch nie wurde so
viel Kohle genutzt und noch nie war Kohle so günstig wie heute. Die Politik der
Großen Koalition setzt alles daran, Kohle als festen Bestandteil des Strommixes
für die nächsten Jahrzehnte zu halten. Sie bedient dabei Profitinteressen der
vier großen Energieunternehmen und verhindert eine Dezentralisierung der
Energieversorgung. Die Große Koalition überspielt dabei die enormen
Umweltschäden, Gesundheitsrisiken und Klimafolgen, die durch die Nutzung von
Kohle entstehen. Eine echte Energiewende kann nur mit einer klaren Absage an
Kohle ab spätestens 2030 funktionieren.“

„Geradezu widersinnig erscheint es da, dass immer noch neue Kohlekraftwerke
gebaut werden, wie das Kraftwerk in Karlsruhe. Kohlestrom ist keine Energie der
Zukunft, sondern Energie der Vergangenheit“, betont Muszar.

In Heilbronn veranstaltet die Grüne Jugend am Dienstag, den 12.08., um 14.30 Uhr
auf dem Kiliansplatz ein Picknick unter dem Motto „Kohle nur zum Grillen“.