Internationaler Frauentag: „Wir kämpfen weiter!“

08.03.2018

Am heutigen Weltfrauentag erinnert die Grüne Jugend Baden-Württemberg daran, dass das Recht auf sexuelle Aufklärung, sexuelle Selbstbestimmung und reproduktive Gesundheit von Frauen bis heute keine Selbstverständlichkeit ist. In vielen Länder sind Schwangerschaftsabbrüche selbst nach Vergewaltigungen oder bei ernsthafter gesundheitlicher Gefährdung der Frauen illegal. Frauen bleibt dann nur die Wahl, sich einem illegalen, zumeist laienhaften und hochriskanten Eingriff auszusetzen oder das Kind zu bekommen – was gerade bei jungen Mädchen bis zum Tod führen kann.

Auch in Europa bleibt noch zu vielen Frauen das Recht auf körperliche Selbstbestimmung verwehrt: In Polen sind die Restriktionen für Abtreibungen so streng, dass sich Frauen Hilfe im Ausland suchen müssen oder – wenn sie sich das nicht leisten können – versuchen, den Abbruch selbst herbeizuführen. In den wenigen Ausnahmen, in denen ein Schwangerschaftsabbruch erlaubt ist, weigern sich die Ärzte häufig, den Eingriff vorzunehmen.

Und auch in Deutschland verhindern die konservativen Parteien noch immer die notwendige umfassende Aufklärung über Schwangerschaftsabbrüche. „Wer an §219a festhält“, so Franziska Sander, frauen- und genderpolitische Sprecherin der Grünen Jugend Baden-Württemberg „überlässt Schwangere sich selbst und verhindert, dass Ärztinnen und Ärzte einem wichtigen Aspekt ihres Berufs nachgehen können: der Aufklärung ihrer Patientinnen und Patienten“.

Franziska Sander verspricht deshalb: „Wir kämpfen weiter – für umfassende Aufklärung, für den weltweiten Zugang zu Verhütungsmitteln und für das Recht auf einen Schwangerschaftsabbruch. Für die körperliche und reproduktive Selbstbestimmung aller Frauen!“