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Beschluss: Radikale Mobilitätswende einleiten – jetzt!

10.11.2017

Dieser Antrag wurde am 05.11. von der Landesmitgliederversammlung beschlossen.

Das Pariser Klimaabkommen verpflichtet uns, die Treibhausgasemissionen über alle
Sektoren hinweg bis 2050 drastisch zu reduzieren. Auch der Verkehrssektor muss
dazu einen entscheidenden Beitrag leisten. Bis 2050 muss der motorisierte
Verkehr nahezu emissionsfrei sein.

Eine aktuelle Studie im Auftrag der Baden-Württemberg-Stiftung zeigt deutlich,
dass nur eine radikale Verkehrsreduktion die Einhaltung der Pariser Klimaziele
ermöglicht.

Wir fordern daher von der Landesregierung, wirksame Maßnahmen zu ergreifen, um
die Anzahl der Automobile in Baden-Württemberg bis 2030 um 30 Prozent und bis
2050 um 85 Prozent zu verringern. Der verbleibende Fahrzeugbestand muss 2050
komplett emmissionsfrei sein. Wir streben an, dass die Mobilität 2050 so
vernetzt ist, dass wir nur noch 15 Prozent des aktuellen Bestands benötigen.

Um diese Verkehrsreduktion zu erreichen und damit die Klimaziele einzuhalten,
darf die Landesregierung auch vor drastischen Maßnahmen und Einschnitten, wie
temporären Fahrverboten, hohen Maut- und Parkgebühren, höheren Steuern und
Tempolimits nicht zurückschrecken. Sie muss diein der Studien benannten
Maßnahmen schnellstmöglich umsetzen.

Gleichzeitig fordern wir die Landesregierung auf, gemeinsam mit dem Landkreisen
und Kommunen den Öffentlichen Verkehr in Baden-Württemberg massiv auszubauen und
Anreize zum Umstieg auf den ÖPNV auf den Weg zu bringen.

Der weitere Ausbau der Radverkehrsinfrastruktur, wie beispielsweise durch
Radschnellwege und die Förderung von Car- und Bikesharingkonzepten sind
ebenfalls notwendig.