Beschluss: Perspektivenprozess Grüne Jugend Baden-Württemberg

16.06.2019
Dieser Antrag wurde am 19.05.2019 von der Landesmitgliederversammlung beschlossen

Als Arbeitsgruppe Struktur haben wir uns in den letzten Monaten damit
auseinandergesetzt, wie wir uns als schlagkräftiger Verband aufstellen können.
Wir haben darüber diskutiert, wie man den Landesverband in seiner Arbeit stärken
und gleichzeitig vorhandene Schwächen beheben kann. Die Arbeitsgruppe Struktur
ist offen für alle Mitglieder der Grünen Jugend Baden-Württemberg, die sich hier
einbringen möchten.

Um diesen Prozess für alle Mitglieder des Landesverbandes offen zu gestalten,
wollen wir bis zur nächsten Landesmitgliederversammlung im Spätjahr 2019 über
die Ideen diskutieren, die wir gefunden haben. Dann wollen wir die so gefundenen
und diskutierten Vorschläge zusammen mit den Veränderungen aus dem
Perspektivenprozess des Bundesverbandes abschließend auf der
Landesmitgliederversammlung diskutieren und abstimmen, damit diese Teil unserer
politischen Arbeit werden. Als Arbeitsgruppe Struktur möchten wir dabei
Vorschläge machen, die auf unseren Erfahrungen, Feedbacks aller Mitglieder und
den Strukturen anderer Landesverbände basieren. Diese Vorschläge sind jedoch
keine Empfehlung von unserer Seite, sondern wir möchten Perspektiven in der
Struktur unseres Landesverbands aufzeigen und diese gegenüber der aktuellen
Situation diskutieren. Unser Ziel ist dabei, einen Prozess der Meinungsbildung
voranzutreiben und offen gegenüber innovativen Strukturen zu sein, jedoch nicht,
eine Meinung vorzugeben.

Stoßrichtungen in den Debatten sollen sein, wie wir die Ortsgruppen stärken
können, wie wir die Ortsgruppen besser vernetzen können, wie regionale
Zusammenarbeit gestaltet werden kann und wie Mitglieder eingebunden werden, die
keine Ortsgruppe haben. Auch soll darüber geredet werden, wie wir uns die Arbeit
des Landesvorstandes vorstellen, welche Struktur sinnvoll ist, wie Aufgaben
zwischen den Mitglieder des Landesvorstandes aufgeteilt werden, aber auch wie
eine stärkere Verknüpfung zwischen dem Landesvorstand, den Ortsgruppen und den
Mitgliedern stattfinden kann. Zur Verteilung der Aufgaben gehört auch, wie
inhaltliche Arbeit in Arbeitskreisen vergleichbar zu den FaFos auf Bundesebene
stattfinden kann. Unsere Satzungen und Ordnungen, die wir im Landesverband
haben, sind ebenfalls Teil der Strukturdebatte. Welche Ausgaben sollten laut der
Finanzordnung erstattet werden, wer darf nach der Schiedsordnung im
Landesschiedsgericht sitzen und wie lange sollten die Amtszeiten gestaltet sein?
Dies sind nur einige Fragen, die zu stellen sind und auf die wir als Verband
Antworten finden müssen.

Um die Debatte in den gesamten Verband zu tragen, werden wir als Arbeitsgruppe
Struktur gemeinsam mit dem Landesvorstand online und in regionalen
Diskussionforen vor Ort über die Bedürfnisse und notwendige Strukturänderungen
diskutieren und so den gesamten Landesverband in den Perspektivenprozess
einbeziehen. Die Ergebnisse der Debatte sollen in Anträgen auf der zweiten
Landesmitgliederversammlung im Jahr 2019 münden, sodass innerhalb der
Ortsgruppen die Möglichkeit besteht, die Anträge zu diskutieren und
Änderungsanträge zu schreiben. Auf der Landesmitgliederversammlung besteht dann
die Möglichkeit, basisdemokratisch mögliche Veränderungen zu diskutieren und sie
durch eine Abstimmung zu legitimieren.