Beschluss: Kommunalstrategie

13.11.2017

Dieser Antrag wurde am 05.11.2017 von der Landesmitgliederversammlung beschlossen.

Bei der Bundestagswahl am 24. September konnten die Grünen ein überraschend
gutes Ergebnis erzielen. Dazu haben wir als Grüne Jugend mit unserer engagierten
Wahlkampagne einen entscheidenden Teil beigetragen. Allerdings kann dieses
Ergebnis noch gesteigert werden. Das Ziel muss sein, die FDP bei jungen
Wähler*innen als drittstärkste Kraft abzulösen. Dazu brauchen wir jedoch mehr
Teilhabe junger Menschen innerhalb der Grünen Partei und ihrer Fraktionen auf
allen politischen Ebenen, das heißt sowohl in kommunalen und Landesparlamenten
als auch in Bundestag und Europaparlament. Nur so können wir unsere politischen
Angebote, die mit ihrem Fokus auf eine nachhaltigere und gerechtere Zukunft
gerade für junge Menschen attraktiv sind, auch glaubwürdig gegenüber dieser
Wählerschicht vertreten.

Bei der letzten Bundestagswahl ist dies schief gelaufen. 15% Wähler unter 30
stehen 0% Abgeordnete unter 30 bei den Grünen gegenüber. Das können und müssen
wir verbessern!

In vielen ländlichen Kreisen haben sich die Grünen in den letzten Jahren mühsam
Strukturen aufgebaut und konnten nur so mit der CDU in ernsthafte Konkurrenz
treten. Genau diese Kreisverbände sind es aber, denen junge Leute fehlen. Wollen
wir dort auch in Zukunft starke Ergebnisse erzielen, brauchen wir eine stärkere
Einbindung der Jugend, um den Anteil der unter 28 Jährigen in Ämtern zu erhöhen.
Junge Leute sollen den Grünen nicht nur einen Regierungsauftrag geben, sondern
auch Teil der Parlamente sein, um eine breitere Repräsentation der Bevölkerung
zu schaffen
.

Darum fordern wir junge Menschen für aussichtsreiche Plätze auf den kommunalen
Wahllisten der Partei Bündnis90/ Die Grünen BaWü aufzustellen. Das bedeutet für
uns, das mindestens ein Fünftel der aussichtsreichen Listenplätze von Menschen
unter 28 ausgefüllt werden müssen. Wir wollen dem Landesvorstand hiermit den
Arbeitsauftrag erteilen dies beim Landesverband und der Landtagsfraktion sowie
im Kontakt mit den Kreisverbänden einzubringen.

Um diesen Prozess auch intern vorzubereiten soll ein Arbeitskreis eingesetzt
werden. Dieser unterstützt den Landesvorstand bei der Kontaktaufnahme mit
interessierten jungen Menschen, den Kreisverbänden und den kommunalen Fraktionen
unterstützt. Außerdem soll der Arbeitskreis den Landesvorstand auch bei der
Motivation und Schulung der grünen Jugendlichen unterstützen und langfristige
Strukturen für kommende Wahlen etablieren.

Der Arbeitskreis soll außerdem die Ortsverbände der Grünen Jugend wenn es
gewünscht wird dabei unterstützen ihre Kandidat*innen zu platzieren.